Wo wir gerade so schön über Emanzen hergezogen haben, setz ich doch noch glatt einen für die Männer hinterher.
Matthias Schmitz erklärt uns die Männer:
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Einstein hat’s geschafft, die ganze Welt vom Sandkorn bis zur Galaxie mit nur 3 Buchstaben und einer Ziffer zu erklären: E=mc² – “primitiver” geht’s nicht. Und, war’s schlecht? Aber einfache Formeln sind nur chic in der Physik. Man kann der Formel vorwerfen, dass sie eben bloß tote Materie erklärt. Bei belebter Materie, insbesondere dann, wenn sie Bartwuchs aufweist, gelten einfache Formeln als unanständig, wohlgemerkt nicht als falsch. Hier lautet der Grundsatz: “So einfach kann man es sich nicht machen.” Für Frauen muss der komplizierte Mann wohl eine besondere Attraktivität darstellen. Stammt vielleicht aus den Erfahrungen beim Schuhkauf: Wenn er passt, ist er hässlich. Doch diese Angst ist unbegründet.
Betrachten Sie es mal so: Brokkoli sieht auch nur kompliziert aufgebaut aus, wenn man ihn in der Gesamtheit betrachtet. Aufgebröselt erkennt man einfache, selbstähnliche Strukturen, die sich zu dem vorgefundenen komplexen Bild addieren. Die Regeln, nach denen sich solche Strukturen aufbauen, sind aber nicht (notwendigerweise) komplex. Ausgestattet mit diesem Wissen aus der Küche gehen Sie jetzt mal raus in die hochkomplexe Männerwelt. Was Sie dort erleben, bringen Sie dann – nur mal so als Erklärungsmuster – auch auf eine einfache, primitive Formel, auch nur mit 3 Buchstaben und einer Ziffer. In der Gleichung E=mc² tauschen Sie jetzt allerdings die Buchstaben ‘m’ und ‘c’ durch ‘g’ und ‘o’ aus und Sie erhalten: E=go² – jetzt brauchen Sie den Text nur ein bisschen weiter von sich weg zu halten, bis das Gleichheitszeichen verschwindet.
Das, was Sie dann lesen, ist die Aufbauformel für die Männerwelt: Ego zum Quadrat erhoben! Damit erklären Sie fast alles, was den Mann so ticken lässt. Und die Formel lässt sich sogar prima merken – mit einer kleinen Eselsbrücke: EGO = Er Ganz Oben! ER ist bei ihm selbst immer ganz oben – auf seiner Prioritätenliste, bei seinem Sicherheitsdenken, bei der Frage, “um wen geht es hier in erster Linie?” Haben Sie keine Angst, es so primitiv zu sehen. Sie müssen es ja nicht gleich zu Anfang tun. Genießen Sie ruhig anfangs, dass er spannend ist, so anders ist, so kompliziert und deshalb faszinierend ist… bis sein Verhalten Ihnen gegenüber unerklärlich wird. Dann sollten Sie sich aber spätestens wieder an die primitive Formel erinnern und das Quadrieren nicht vergessen!
Veröffentlicht in alltäglicher Wahnsinn, hairy monsters, me, my life & i
Schlagworte: Menschen, Lustig, Männer